Juni
07
Die Passgesetze der Apartheid gingen auf das Jahr 1809 zurück und wurden in Südafrika immer wieder erneuert. Die Pässe, die die Schwarzafrikaner ständig bei sich tragen mussten, enthielten über die PErsonaldaten hinaus genaue Angaben zu Arbeitsplatz, Arbeitsverhalten, Steuerleistung, wohnerlaubnis, frühere Wohnsitze usw. 1952 wurden sie durch Referenzbücher ersetzt, die keine inhaltliche Änderung brachten. Verurteilungen wegen "Passvergehen" wurden nicht zuletzt zur Schaffung eines billigen Arbeitskräfterervoirs
genützt, weil die wegen Passvergehen Verurteilten oft durch die Gefängnisverwaltung zu Niedriglöhnen vermietet wurden. Die Essenz dieses Systems blieb bis in die 90er Jahre erhalten.
genützt, weil die wegen Passvergehen Verurteilten oft durch die Gefängnisverwaltung zu Niedriglöhnen vermietet wurden. Die Essenz dieses Systems blieb bis in die 90er Jahre erhalten.