Unter der Militärregierung hatten sich die Lebensbedingungen der Bevölkerung in Chile nicht gebessert. Die Zuwanderung in die Ballungsgebiete nahm erheblich zu. Es gibt eine kleine, sehr reiche Oberschicht und einen wohlhabenden Mittelstand. Die umfassende Sozialgesetzgebung, 1924 begonnen, wurde 1931 grundlegend systematisiert, das darauf beruhende Sozialversicherungssystem 1981 zum Teil privatisiert, jedoch unter staatlicher Kontrolle belassen. Obwohl die Militärregierung die Ausgaben der öffentlichen Hand reduziert hatte, wurden Unfall-, Krankenversicherung, Arbeitslosenunterstützung und Altersversorgung beibehalten. Chile gehört auf diesem Gebiet zu den fortschrittlichsten Ländern Lateinamerikas.
Seit 1928 besteht für 7 - 15jährige allgemeine Schulpflicht. Neben den kostenlosen staatlichen gibt es viele private, meist von der katholischen Kirche geführte Schulen.