Nicht Kolumbus entdeckte Amerika, nicht die Europäer waren es, die dem Kontinent die Zivilisation brachten, sondern jene Volksstämme, die vor ca. 30.000 Jahren (neuer Forschungen sprechen gar von 70.000 Jahren) vom asiatischen Festland her über die Beringstrasse an der Pazifikküste entlang nach Mittel- und Südamerika vordrangen. Man weiss nach wie vor wenig über sie, über die Motive und Anlässe ihrer Wanderung. Vermutlich kamen sie nicht in einem einzigen schub, sondern in mehreren Wellen, die sich über Jahrhunderte oder - was wahrscheinlicher ist - über Jahrtausende erstreckten. In Mexiko wurden menschliche Skelette gefunden, die auf ein Alter von acht- bis zehntausend Jahre schliessen lassen. Ausgrabungen deuten auf menschliche Siedlungen vor ca. 21.000 Jahren hin. Die ersten Amerikaner waren Jäger und Sammler, die Benutzung des Feuers war ihnen vertraut, sie vermochten Werkzeuge aus Stein herzustellen. Es handelte sich allem Anschein nach um Nomaden, die sich in Clans zusammenschlossen.