Amerika

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Nicht Kolumbus entdeckte Amerika, nicht die Europäer waren es, die dem Kontinent die Zivilisation brachten, sondern jene Volksstämme, die vor ca. 30.000 Jahren (neuer Forschungen sprechen gar von 70.000 Jahren) vom asiatischen Festland her über die Beringstrasse an der Pazifikküste entlang nach Mittel- und Südamerika vordrangen. Man weiss nach wie vor wenig über sie, über die Motive und Anlässe ihrer Wanderung. Vermutlich kamen sie nicht in einem einzigen schub, sondern in mehreren Wellen, die sich über Jahrhunderte oder - was wahrscheinlicher ist - über Jahrtausende erstreckten. In Mexiko wurden menschliche Skelette gefunden, die auf ein Alter von acht- bis zehntausend Jahre schliessen lassen. Ausgrabungen deuten auf menschliche Siedlungen vor ca. 21.000 Jahren hin. Die ersten Amerikaner waren Jäger und Sammler, die Benutzung des Feuers war ihnen vertraut, sie vermochten Werkzeuge aus Stein herzustellen. Es handelte sich allem Anschein nach um Nomaden, die sich in Clans zusammenschlossen.

Brasilien

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Die gewaltigsten Wassermassen in Brasilien fliessen nach Norden in den Amazonas: Araguaia, Xingu, Tapajos - Ströme von majestätischer Pracht und wilder Romantik. Das Amazonasbecken, ein im Westen - an den Grenzen von Peru und Bolivien - weites Tiefland, verengt sich in Richtung Osten. Hier stösst der bei weitem wasserreichste Fluss der Erde nach mehr als 6.000 Kilomtern durch das Gebirge und schiebt sein Süsswasser noch meilenweit in den Atlantik hinaus.

Kuba

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Hatte die Zuckerproduktion von Kuba im Jahr 1840 noch rund 160.000 Tonnen betragen, so überschritt sie im Jahr 1903 die Millionengrenze und erreichte Mitte der zwanziger Jahre die gigantische Menge von mehr als 5 Millionen Tonnen. Zucker prägte Kuba bis hin zur Landschaft: im Jahr 1812 waren noch 90 Prozent der Insel bewaldet, 1959 nur noch 14 Prozent - der Zucker fordert nicht nur Anbaufläche, sondern auch Brennmaterial für die Verarbeitung.

Erfurt

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Der letzte Krieg, in den erfurt im ausgehenden Mittelalter hineingezogen wurde, war der sächsische Bruderkrieg. In dem mit grosser Grausamkeit geführten Streit (1145 - 1451) stand die mittelalterliche Grosstatdt zuletzt auf Seiten des Kurfürsten. Die dabei entstandenen Belastungen berührten die wohlhabende Handelsstadt kaum. Der seit dem 13. Jahrhundert systematisch aufgebaute Handel mit dem mittelalterlichen Färbemittel Waid brachte gewaltige Reichtümer in die Säckel der Kaufleute und der stadt im heutigen Thüringen. Die Erfurter Handelskontore verzeichneten Lieferungen  in alle Länder Europas.
Auf dem Rückweg transportierten die Handelskarawanen Gewürze, wertvolle Stoffe und viele andere Kostbarkeiten herbei, die mit erheblichen Gewinn weiterverkauft wurden.

Sächsische Schweiz

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Als Sächsische Schweiz wird der sächsische Teil des Elbsandsteingebirges bezeichnet. Er gehört wegen seiner Schluchten, schroffen Felsformationen und tafelbergartigen Erhebungen zu den landschaftlich reizvollsten Gebieten in Deutschland. Auf dem Königstein (360 m Höhe) steht eine wuchtige Festungsanlage, die im 16. Jahrhundert ausgebaut wurde und lange Zeit als Staatsgefängnis diente. Etliche Sandsteingipfel sind wegen der Umweltverschmutzung vom Einsturz bedroht.

Deutsches Königreich Bis Zum 13. Jahrhundert

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Nach Reichsteilungen wurde 843 das Ostfränkische Reich unter Karls Enkel Ludwig dem Deutschen gebildet. Als 911 der letzte Karolinger gestorben war, wählte der ostfränkische Adel einen eigenen König. Während die wichtigsten Fürsten den deutschen König bestimmten, wurde die Kaiserwürde vom Papst verliehen. Unter den Königen von Sachsen, Heinrich I. und Kaiser Otto dem grossen (936 . 73) wurde der Vormarsch der Ungarn nach westen gestoppt. Unter dem fränkisch-salischen Kaiser Heinrich IV. (1056 - 1106) kam es zum Investiturstreit mit Papst Gregor VII., der die Einführung von Bischöfen durch den König verboten hatte (Bussgang Heinrichs nach Canossa 1077). Die staufer Friedrich I. Barbarossa (1152 - 90) und Friedrich II. (1215 - 50) versuchten , das Kaiserreich mit einer starken Zentralgewalt zu erneuern und erlangten eine Vormachtsstellung in Europa.

Äthiopien

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Haile Selassie hatte aufgrund der Invasion Italiens im Frühjahr 1936 Äthiopien verlassen und versuchte in Europa, vor allem durch sein persönliches Auftreten vor dem Völkerbund, Unterstützung zu finden. Er erzielte dabei höchstens Achtungserfolge. Im Juli 1936 wurden die Sanktionen gegen Italien aufgehoben und im Herbst 1936 schloss man die Delegation aus Äthiopien von den Verhandlungen des Völkerbundes aus. Beginnend mit Deutschland erkannten eine Reihe von Staaten die Annexion an und die Grossmächte duldeten sie stillschweigend. Der Kaiser von Äthiopien führte vom Exil in Grossbritannien den politischen Kampf um die Unabhängigkeit weiter.

Tunesien

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Das moderne Bürgertum hatte in der von Khayr-Din 1875 gegründete Sadiqi-Schule ein Instrument zur Anpassung und Verwestlichung. Eine höhere Schule (benannt nach dem tunesischen Historiker Ibn Khaldun) entstand an der traditionellen Zaituna-Universität, einer bekannten Bildungsstätte an der im 8. Jahrhundert gegründeten Moschee in Tunis. Frankreich dominierte das Bildungssystem und die Bildungselite in Tunesien deutlich, obwohl Intelektuelle und politisch Interessierte auch Kontakte zu den Kulturräumen in Afrika und Arabien hielten. Die Franzosen sahen die bürgerlichen Assimilationsbewegungen nicht gerne, denn die Forderungen des tunesischen Bürgertums  liefen auf eine Gleichstellung mit den Europäern hinaus.

Namibia

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Gegenüber den Einheimischen in Namibia galten die Massnahmen der getrennten Entwicklung. Die Südafrikanische Union versuchte nun, das ökonomische Ziel der Beschaffung billiger Arbeitskräfte und das politische Ziel der Verhinderung emanzipatorischer Ansätze vor allem mit ihrer Reservatspolitik zu erreichen - unter Beibehaltung verschiedener "bewährter" Unterdrückungsmeschnismen aus deutscher Zeit. Die Ernennung neuer Chiefs durch die koloniale Verwaltung veränderte das Amt und erschütterte die Beziehung der Bevölkerung in Namibia zu ihren neuen Führern. Sie waren Erfüllungsgehilfen unter anderm der Rekrutierungsgesellschaft, der South West Africa Native Labour Association (SWANLA), die für die weissen Unternehmer Kontraktarbeiter verpflichtete.

Landschaftliche Formen In Norddeutschland

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Die Schwemmlandebenen des Norddeutschen Tieflands, sind ähnlich wie das Voralpenland, geprägt vom Formenschatz ausgedehnter nordischer vereisungen, deren einzelnen Vorstösse südwärts bis in die Mittelgebirge reichten. Diese Vereisungen haben Seenplatten in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg sowie kuppige Endmoränenzüge, wellige Grundmoränen, Flach- und Hochmoore der typischen Marsch-, Heide- und Geestlandschaften in Norddeutschland geschaffen. Durch die alten Urstromtäler der damals abtauenden Eismassen fliessen bis heute die Gewässer nach Nordwesten ab und aus den glazialen Schuttmassen schauen in Helgoland (Buntsandstein) oder auf Rügen (Kreide) Sedimente des Erdmittelalters hervor.

Landschaften In Deutschland

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Bei der Mittelgebirgsbildung in Deutschland zerbrach der Block aus Grundgebirgegestein unter gewaltigen Schub- und Zugkräften in einzelne Schollen, die sich hoben, schräg stellten oder einbrachen und damit die Abflussrichtungen der grossen Flüsse weitgehend nach Norden vorgaben. Besonders das Rheintal zwischen Basel und Mainz, seine seitlichen Verzweigungen und nördliche Fortsetzung durch die Beckenfolge der Hessischen Senke bis hin zum Leinetalgraben bestimmten als Teile einer eingestürzten riesigen Nord-Süd-Wölbung entlang einer tektonischen Schwächelinie quer durch Europa entscheidend die spätere Landschaftsgestaltung in Mittel-Deutschland.

Südafrika

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Die Passgesetze der Apartheid gingen auf das Jahr 1809 zurück und wurden in Südafrika immer wieder erneuert. Die Pässe, die die Schwarzafrikaner ständig bei sich tragen mussten, enthielten über die PErsonaldaten hinaus genaue Angaben zu Arbeitsplatz, Arbeitsverhalten, Steuerleistung, wohnerlaubnis, frühere Wohnsitze usw. 1952 wurden sie durch Referenzbücher ersetzt, die keine inhaltliche Änderung brachten. Verurteilungen wegen "Passvergehen" wurden nicht zuletzt zur Schaffung eines billigen Arbeitskräfterervoirs
 genützt, weil die wegen Passvergehen Verurteilten oft durch die Gefängnisverwaltung zu Niedriglöhnen vermietet wurden. Die Essenz dieses Systems blieb bis in die 90er Jahre erhalten.

Ägypten

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Die Suche nach einer ideologischen Basis führte Präsidenten Nasser zu einer Mischung aus islamischen Funsamentalismus und Sozialismus, dessen Ergebnis als “Arabischer Sozialismus”, “Islamischer Sozialismus” oder auch “demokratisch-kooperativer Sozialismus” in Erschenung trat. Fixiert wurden diese Überlegungen in der Nationalcharta vom
Mai 1962, über die Sadat bemerkte: ” Die Charta wurde formuliert, und Nasser legte sie dem erweiterten Nationalkongress von Ägypten vor. Er las sie Artikel für Artikel vor. Die Leute waren damit beschäftigt, sie zu verstehen. die Charta wurde erlassen aber nichts davon wurde wirklich in die Tat umgesetzt”.

So waren 1967, bei Ausbruch des Krieges zwischen Ägypten und Israel, weder die Strukturen noch die Aufgaben der Einheitspartei endgültig bestimmt.
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