Erfurt

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Der letzte Krieg, in den erfurt im ausgehenden Mittelalter hineingezogen wurde, war der sächsische Bruderkrieg. In dem mit grosser Grausamkeit geführten Streit (1145 - 1451) stand die mittelalterliche Grosstatdt zuletzt auf Seiten des Kurfürsten. Die dabei entstandenen Belastungen berührten die wohlhabende Handelsstadt kaum. Der seit dem 13. Jahrhundert systematisch aufgebaute Handel mit dem mittelalterlichen Färbemittel Waid brachte gewaltige Reichtümer in die Säckel der Kaufleute und der stadt im heutigen Thüringen. Die Erfurter Handelskontore verzeichneten Lieferungen  in alle Länder Europas.
Auf dem Rückweg transportierten die Handelskarawanen Gewürze, wertvolle Stoffe und viele andere Kostbarkeiten herbei, die mit erheblichen Gewinn weiterverkauft wurden.

Sächsische Schweiz

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Als Sächsische Schweiz wird der sächsische Teil des Elbsandsteingebirges bezeichnet. Er gehört wegen seiner Schluchten, schroffen Felsformationen und tafelbergartigen Erhebungen zu den landschaftlich reizvollsten Gebieten in Deutschland. Auf dem Königstein (360 m Höhe) steht eine wuchtige Festungsanlage, die im 16. Jahrhundert ausgebaut wurde und lange Zeit als Staatsgefängnis diente. Etliche Sandsteingipfel sind wegen der Umweltverschmutzung vom Einsturz bedroht.

Deutsches Königreich Bis Zum 13. Jahrhundert

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Nach Reichsteilungen wurde 843 das Ostfränkische Reich unter Karls Enkel Ludwig dem Deutschen gebildet. Als 911 der letzte Karolinger gestorben war, wählte der ostfränkische Adel einen eigenen König. Während die wichtigsten Fürsten den deutschen König bestimmten, wurde die Kaiserwürde vom Papst verliehen. Unter den Königen von Sachsen, Heinrich I. und Kaiser Otto dem grossen (936 . 73) wurde der Vormarsch der Ungarn nach westen gestoppt. Unter dem fränkisch-salischen Kaiser Heinrich IV. (1056 - 1106) kam es zum Investiturstreit mit Papst Gregor VII., der die Einführung von Bischöfen durch den König verboten hatte (Bussgang Heinrichs nach Canossa 1077). Die staufer Friedrich I. Barbarossa (1152 - 90) und Friedrich II. (1215 - 50) versuchten , das Kaiserreich mit einer starken Zentralgewalt zu erneuern und erlangten eine Vormachtsstellung in Europa.

Äthiopien

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Haile Selassie hatte aufgrund der Invasion Italiens im Frühjahr 1936 Äthiopien verlassen und versuchte in Europa, vor allem durch sein persönliches Auftreten vor dem Völkerbund, Unterstützung zu finden. Er erzielte dabei höchstens Achtungserfolge. Im Juli 1936 wurden die Sanktionen gegen Italien aufgehoben und im Herbst 1936 schloss man die Delegation aus Äthiopien von den Verhandlungen des Völkerbundes aus. Beginnend mit Deutschland erkannten eine Reihe von Staaten die Annexion an und die Grossmächte duldeten sie stillschweigend. Der Kaiser von Äthiopien führte vom Exil in London den politischen Kampf um die Unabhängigkeit weiter.

Tunesien

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Das moderne Bürgertum hatte in der von Khayr-Din 1875 gegründete Sadiqi-Schule ein Instrument zur Anpassung und Verwestlichung. Eine höhere Schule (benannt nach dem tunesischen Historiker Ibn Khaldun) entstand an der traditionellen Zaituna-Universität, einer bekannten Bildungsstätte an der im 8. Jahrhundert gegründeten Moschee in Tunis. Frankreich dominierte das Bildungssystem und die Bildungselite in Tunesien deutlich, obwohl Intelektuelle und politisch Interessierte auch Kontakte zu den Kulturräumen in Afrika und Arabien hielten. Die Franzosen sahen die bürgerlichen Assimilationsbewegungen nicht gerne, denn die Forderungen des tunesischen Bürgertums  liefen auf eine Gleichstellung mit den Europäern hinaus.
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